Geschichten vom Andersdenken

Und jährlich grüßt das Murmeltier – die Sache mit den guten Vorsätzen

Jedes Jahr, wenn ich mich für die Silvesterparty fertig mache, mache ich mir unter Dusche Gedanken darüber, was ich im kommenden Jahr ändern möchte. Da gibt es ja immer recht viele dieser sogenannten “Guten Vorsätze”. Die man dann sowieso nicht einhält.

Doch warum ist es eigentlich so schwer? Dieser innere Schweinehund, mit dem ich ja schon seit Jahren auf Kriegsfuß stehe, ist aber auch immer sowas von präsent, dass ich auch in diesem Jahr sehr gespannt darauf bin, wie oft ich über ihn stolpern werde.

Naja, jedenfalls stand ich da, ließ mir heißes Wasser über den Hintern laufen und stellte fest: Sport. Du machst in 2015 mehr Sport. Gescheitert bin ich damit bereits am 2. Januar. Nach einer durchtanzten Silvesternacht taten mir die alten Knochen so weh, dass selbst der Weg vom Sofa zum Klo, von der Küche zum Sofa als unüberwindbare Hürde daherkam. Hat sich irgendwie bis heute nicht geändert.

Den Vorsatz in 2015 endlich mit dem Rauchen aufzuhören, gab ich bereits Viertel nach zwölf auf. Genüsslich rauchte ich die erste Zigarette des Jahres und es sollten weitere folgen.

Gesunde Ernährung. Auch so ein Vorsatz, der jedes Jahr auf meiner Liste landet. Damit sieht es gar nicht mal so schlecht aus. Anstatt eine Tüte Chips in den Einkaufskorb zu legen – wie ich es sonst immer mache – wanderte ein bunter Paprika-Mix hinein. Sogar meine süßigkeitenverliebte Tochter konnte ich mit einer grünen Paprika (die mag ich gar nicht) begeistern. Heute war ich dann einkaufen. Im Supermarkt. Alles für einen frischen Salat, den es heute zum Mittagessen geben soll. Dazu eine Schachtel Zigaretten. Da sagt doch die Verkäuferin glatt zu mir “Na, gute Vorsätze gefasst, aber das mit dem Rauchen klappt nicht. Kenne ich.” Ich hätte schreien können vor Glück, das es anderen auch so geht.

Na und dann habe ich mir vorgenommen, mein Geld nicht so zum Fenster heraus zu schmeißen. Immerhin wollen wir mit unserer Patchwork-Family in diesem Jahr zwei Wochen nach Florida reisen und da guckt man besser nicht auf´s Geld. Also muss ich sparen. Hat auch nur bis heute geklappt, denn da liefen mir drei wunderbare Bücher über den Weg und der Vorsatz, dieses Jahr wenigstens für Bücher mal kein Geld auszugeben (mein SuB beläuft sich auf über 300 Bücher, da sollte ja was dabei sein), ist auch schon wieder hinfällig. Wenigsten platzt mein Kleiderschrank aus allen Nähten, sodass ich hier keinen Kaufrausch befürchten muss.

Tja, was ist denn nun herausgekommen. Bei meinem Duschen mit Nachdenken? Was will ich in 2015 ändern oder erreichen? Ich will vor allem ein bisschen mehr auf mich achten. Mir stressfreie Zeiten einbauen, mal wieder das machen, was mir Spaß macht. Vielleicht bleibe ich bei der gesunden Ernährung und vielleicht nehme ich doch einmal mehr das Rad. Vielleicht schaffe ich es auch wirklich nicht so viel Geld auszugeben und es vielmehr für Florida zu sparen. Na und dann muss ich mir ja auch noch Gedanken machen, wie ich meinen 39a. Geburtstag in 2016 finanziere. Immerhin war da ja mal so ein Traum, den ich mir erfüllen wollte: eine Woche zur Daytona 500 Race Week inklusive einer Runde auf dem legendären Daytona international Speedway. Kriegt man ja auch nicht geschenkt sowas.

Doch je mehr ich darüber schreibe, desto deutlicher wird ein Wunsch: ich möchte in 2015 in jedem Fall weiter bloggen und ganz viel aus meinem doch recht chaotischen Leben weitergeben. Ist ja auch zu komisch was da immer so passiert. Zudem steht auf meiner To-Do-Liste für 2015:

  • weniger Arbeiten, mehr verdienen 😉
  • Urlaub mit der Familie
  • Urlaub ohne die Familie
  • häufiger Auto waschen
  • strukturierter arbeiten
  • über die Autobahn fahren
  • mein Buch fertig schreiben
  • ein Büro außerhalb meiner eigenen vier Wände finden
  • den Sommer genießen
  • Haare wachsen lassen
  • mehr Sport treiben

Ach, Hallo innerer Schweinehund. Du auch hier?

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