Geschichten vom Andersdenken

Mein Leben mit dem Fitbit

Kann so ein Armband machen, dass ich meinen inneren Schweinehund vergesse und mich mehr bewege?

Es ist in aller Munde, das fitbit oder andere Armbänder und Schrittzähler, die dafür sorgen sollen, dass die verwöhnte und damit unheimlich faule Gesellschaft endlich anfängt fitter zu werden. Ich wollte es genauer wissen und habe mir eben genau dieses Fitbit-Dingen da gekauft. Okay, ich gebe zu, es war mal wieder ein TV-Spot der mich angemacht hat. Bei mir funktioniert Werbung 😉

Ich wollte eben auch weightfit, pappyfit, otisfit und vor allem happyfit werden. So und nun …

…laufe ich seit dem 5. März 2015 mit einem Armband umher. Ich habe das Fitbit-Flex, ein elastisches Armband, an das man sich gut gewöhnen kann. In einer Sonderdition hab ich es mit gleich drei verschiedenfarbigen Armbändern gekauft, kann also das Armband an meinen Style anpassen, wobei schwarz bisher täglich gewinnt. Mit knapp 100 Euro ein nicht ganz so günstiger Spaß, aber das war mir meine Fitness wert (hahaha). Nun ja, das Fitbit Flex hat LED-Leuchten, die sich wiederum in einem Tracker befindet, mit eben diesem Tracker werden meine Schritte erfasst. Dazu gehört eine App für bestimme Smartphones (Achtung nicht alle werden unterstützt) und eine Desktop-Lösung. Im Programm geben ich Alter, Größe, Geschlecht, Gewicht und Schrittlänge (optional) ein und schon zählt das Dingen mit und ich kann jederzeit gucken, wie viele Schritte ich schon hab.

10.000 sind empfohlen. Am Tag. Nicht pro Monat. Da ich überhaupt keine Vorstellung hatte, wie viel ich denn so am Tag laufe, fand ich das in den ersten Tagen absolut spannend. Jetzt, nach gut drei Wochen kann ich ein kleines Resümee abgeben und es bleibt eine tolle Erkenntnis:

Feiern schafft Schritte – aber dazu später mehr!

Also, an einem ganz normalen Bürotag, an dem nichts weiter ansteht, komme ich so auf ungefähr 3.000 Schritte. Erstmal nicht viel, bedenke ich aber das es nur die Wege vom Schreibtisch zum Klo und zurück sowie vom Schreibtisch zur Kaffeemaschine und wieder zurück sind, finde ich das schon recht viel. An einem ganz normalen PAZ-Wochenende, wenn ich also unterwegs bin, um die neusten Storys aufzugabeln, komme ich allein durch die Einsätze fast auf 8.000 Schritte. Das ist schon viel. Vielleicht sollte ich eher ein Schritthonorar vereinbaren und kein Zeilenhonorar???? So, kommen wir aber nun zur wichtigsten Erkenntnis: Feiern schafft Schritte.

In einer einzigen Nacht – feiern von 20.00 Uhr bis 6.00 am nächsten Tag schafft 22.000 (!!!!) Schritte.

Ist das nicht grandios? Ich meine, das ist gleich mal mehr als das Doppelte von dem was empfohlen ist. Ich finde das toll. Feiern und gleichzeitig fit werden. (Ja, okay, hab schon verstanden. Ich dürfte dabei nichts essen und schon gar keinen Alkohol trinken) – das spornt doch an, viel häufiger feiern zu gehen, oder?

Nein, jetzt mal im Ernst. Ich werde schon motiviert, ein bisschen mehr zu Fuß unterwegs zu sein. In dieser Woche möchte ich unbedingt jeden Tag 10.000 Schritte schaffen, denn das hab ich noch nie. Und das tolle: jeder, der auch so ein fitbit-Dingens hat und mag, kann sich mit mir befreunden. Wir können gegeneinander laufen, uns anfeuern oder gegenseitig auslachen, das ist mit dieser App nämlich auch möglich. Was mir sonst noch sehr gut gefällt: wenn ich meine 10.000 Schritte am Tag gemacht habe, vibriert das Dinges – das ist fast wie Applaus 😉

Na und einen stummen Alarm hat es auch. Jeden Morgen werde ich durch sanftes Vibrieren geweckt. Klappt aber nicht, sobald das Vibriere aufhört, bin ich wieder eingeschlafen. Daran muss das fitbit-Dingen noch üben. Zumindest kann ich das Teil ohne schlechtes Gewissen empfehlen. Es ist schon erschreckend, wie wenig man an manchen Tagen zu Fuß geht. Ich denke auch das Personen, die abnehmen wollen, damit einen guten Überblick bekommen. Immerhin kann man auch seine Mahlzeiten erfassen und so die Kalorienverbrennung gegenrechnen lassen. Ich mache das lieber nicht 🙂 – dann würde ich vor lauter eintragen müssen nicht mehr zum Laufen kommen. Heute muss ich nämlich noch ca. 8.000 Schritte. Vielleicht, ja vielleicht sollte ich feiern gehen????

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