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Gute Vorsätze: mehr Zeit für mich

Pünktlich zum Stichtag 1. Januar 2014 habe ich natürlich auch wieder ein paar gute Vorsätze für dieses Jahr gefasst. Wie das nun mal so ist. Kennst du bestimmt. Nun ja, einer der guten Vorsätze ist:

„Ich möchte mir mehr Zeit für mich nehmen!“.

Das letzte Jahr war gekennzeichnet von Stress und Krankheit und das soll bitte in diesem Jahr nicht so werden. Ende 2013 habe ich mir zum ersten Mal seit rund 10 Jahren eine kleine Auszeit gegönnt. Ein paar Tage raus. Ich bin dann mal weg! Keine Firmenmails beantworten, keine Texte schreiben, keine Bücher lesen die ich lesen muss, kein Kind, kein Kegel – nur ich. Und was soll ich sagen: das hat mir unheimlich gut getan. Ich fühlte mich hinterher wie neu geboren und hatte eine Energie, die für zwei gereicht hätte.

Nun kann ich aber nicht immer ein paar Tage oder Wochen verschwinden, wenn der Akku mal wieder in den roten Bereich kommt. Was also habe ich mir unter „Mehr Zeit für mich nehmen“ zu verstehen? Was ist Zeit für sich haben? Ist es im Grunde genommen nicht schon die ausgiebige Dusche am Morgen oder der gemütliche Kaffee beim Shopping? Und das Shopping selbst, ist das nicht auch eigentlich Zeit für mich haben? Fingernägel lackieren, sich für einen tollen Abend fertig machen, ein bißchen Sport treiben (auch einer der guten Vorsätze für 2014). Einfach mal aus dem Fenster gucken, was da draußen los ist, bei Facebook stöbern. Ist das alles nicht “Zeit für mich haben”?

Habe ich also vielleicht im Alltag mehr Zeit für mich als ich gedacht habe? Man denkt ja häufig man befindet sich in einer Tretmühle aus Arbeit, Familie, Kind und na den Dingen, die man als Frau so zu erledigen hat (kochen, putzen, shoppen). Doch wenn ich mir nun hier mal detaillierter Gedanken darüber machen, was Zeit für mich eigentlich ist, dann habe ich auch im Alltag doch recht viel davon. Ich denke, ich habe nur vergessen diese kleinen Auszeiten zu bemerken. Ich stehe immer so unter Dampf, mache mir den Druck aber selbst und – jetzt mal Butter bei die Fische – das geht doch wohl auch anders.

Und daher habe ich mir fest vorgenommen – so schwer sollte es ja auch nicht sein – mein Leben einfach ein bisschen aufmerksamer zu leben. Mich darüber zu freuen, dass ich die Zeit finde einfach eine Tasse Kaffee gemütlich zu trinken, vielleicht in einem netten Café, und dabei die Leute beobachten kann. Ich werde mich zukünftig darüber freuen, dann zu bügeln, wenn meine Lieblingssendung im TV kommt und die natürlich nebenbei gucken. Noch mehr werde ich es genießen, die vielen tollen Bücher zu lesen, die auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) liegen. Ich werde die Zeit, die ich in der Küche stehe und ein leckeres Essen zubereite nicht mehr als blöde Pflicht ansehen, sondern als Zeit in der ich mich austoben kann – habe mir gestern bei IKEA extra eine Kochschürze gekauft (Stil ist alles). Und ganz bestimmt werde ich auch in diesem Jahr wieder eine „echte“ Auszeit nehmen und einfach mal abtauchen. Falls ich die noch brauche, bei so viel Zeit für mich…..

Was verstehst du unter „Zeit für dich haben“? Was machst du, wenn du mal wieder richtig abschalten möchtest? Freue mich über jeden Kommentar, jeden Denkanstoß und jede Idee.

Deine Kathrin Bolte

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