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Digitale Höflichkeit – gutes Benehmen in der digitalen Arbeitswelt

Im täglichen Miteinander gibt es bestimmte Spielregeln, an die wir uns halten sollten. Es ist Sitte, Frauen die Tür aufzuhalten, im Bus für Ältere Platz zu machen, nicht mit vollem Mund zu sprechen – um nur einige Beispiele zu nennen. Doch zunehmend sind wir einer digitalen Welt ausgesetzt. Wie verhält man sich da richtig?

Ist es okay während des Meetings eMails zu schreiben? Kann man im Homeoffice auf klassische Bürokleidung verzichten? Wir geben die wichtigsten Antworten zu Fragen zum Benehmen in der digitalen Arbeitswelt.

Der Knigge – der Benimmratgeber

Geht es um das Thema gutes Benehmen, fällt einem sofort der Knigge ein. Knigge, das ist eigentlich Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge, der am 16. Oktober 1752  in Bredenbeck bei Hannover geboren wurde und 1796 in Bremen verstarb. Der deutsche Schriftsteller und Aufklärer wurde besonders durch seine Schrift „Über den Umgang mit Menschen“ bekannt. Heute steht sein Name fälschlicherweise für den Benimmratgeber, der allerdings mit Knigges soziologisch ausgerichtetem Werk im Sinne der Aufklärung gar nichts gemeinsam hat. Wer es ganz genau wissen möchte, der schaut bei Wikipedia vorbei.

Inzwischen hat sich die Deutsche Knigge Gesellschaft mit der digitalen Höflichkeit auseinandergesetzt und mit der Webseite eEtiquette 101 Regeln für die digitale Welt aufgestellt. Wie bei allen anderen Regeln in Sachen Benehmen sind dies nur Ideen und Empfehlungen. Keineswegs handelt es sich dabei um feste Regeln. Dennoch kann es nicht schaden, sich mit der eEtiquette auszukennen.

So kann man digital eleganter miteinander umgehen

Eine Situation, die viele bestimmt kennen: man sitzt im Meeting, hat das Laptop oder Tablet vor sich und anstatt der Präsentation zu folgen, checkt man schnell mal seine Mails, schaut bei Facebook rein oder schickt noch schnell eine WhatsApp los. Höflich geht anders. Auch wenn man meint, dass merke ja niemand. Besser jedoch wäre es, zu solchen Meetings erst gar nicht Laptop, Tablet oder Smartphone mitzunehmen. Dann ist die Verführung nicht so groß. Lässt es sich das Mitnehmen der Geräte nicht vermeiden, dann ist jeder selbst gefragt, sich am Riemen zu reißen. Im Idealfall hat der Chef eingesehen, dass eigentlich nur derjenige einen Laptop braucht, der auch den Vortrag hält. Alle anderen sollten alle relevanten Unterlagen hinterher bekommen. Als Datei und/oder als Printversion. Das würde auch die Kommunikation fördern, denn wenn jeder nur auf seinen eigenen Bildschirm schaut, ist das Meeting eigentlich völlig überflüssig und kostet nur wertvolle Zeit. Ein weiterer Vorteil: so ein Meeting, bei dem niemand abgelenkt ist, das ist auch viel schneller vorbei.

Das Handy in der Hand. Ebenso eine typische Situation, die inzwischen so weit geht, dass man in Augsburg in einem Pilotprojekt Ampeln in den Boden eingelassen hat, die dem ständig aufs Display schauenden Smartphone-Nutzer ein Signal zum Stehen oder Gehen gibt.  Doch nicht nur auf der Straße ist das Handy allgegenwärtig. Auch in Meetings, Workshops und Seminaren liegt es meist griffbereit auf dem Tisch. Um der Höflichkeit Rechnung zu tragen sei geraten, das Smartphone links liegen zu lassen. Es auszuschalten und für dessen Nutzung feste Zeiten einzuplanen. So bekommt ein Meeting oder Seminar eine Pause, in der nicht nur die Neuigkeiten gecheckt, sondern auch mal durchgeatmet werden kann. Das tut den Teilnehmern sicherlich in vielerlei Hinsicht gut.

Das in einem Unternehmen alle an einem Ort arbeiten, ist heute nicht mehr unbedingt erforderlich. Zunehmen gibt es Videokonferenzen, bei denen man ganz schnell auch ins Fettnäpfchen treten kann. Wer nicht auf angemessene Kleidung achtet oder hinter sich an der Wand ein anzügliches Bild hängen hat, der kommt schnell in Bedrängnis und Erklärungsnot. Daher sollte auch bei solchen Terminen darauf geachtet werden, was man trägt und wie es um die Umgebung bestellt ist.

 

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