Das machen, was Freude macht – aber wie nur?

Hallo Du, geht es dir auch manchmal so, dass du nach links und rechts schaust, was die Anderen machen und dabei richtig neidisch wirst?

Nun ja, die Wenigsten würden das zugeben. Aber gibt es nicht doch mehr als einmal in deinem Leben den Gedanken „hm, ich würde in meinem Leben lieber etwas ganz anderes machen?“

Also ich denke das ganz oft. Obwohl ich es ja richtig gut habe. Ich bin mein eigener Chef, hab eine tolle Tochter, einen tollen Partner und eigentlich könnte es nicht besser laufen. Und doch merke ich, dass ich recht häufig total unzufrieden bin. Warum ist das so? Warum denke ich so oft ich hätte gerne mehr Geld um mir all diese Dinge zu kaufen oder Dinge zu erleben, die in meinem kleinen Hirn herumschwirren? Und warum setze ich mich nicht einfach mal auf meinen inzwischen dicken Hintern und fange mal an an meinen Träumen zu basteln? Wird man einfach immer bequemer im Leben und ärgert sich lieber anstatt mal eine Sache anzugehen?

Bequemer, das ist glaube ich das Stichwort. Es ist ja auch einfacher nur rumzuhängen und neidisch auf andere zu gucken, als sich selbst in den Hintern zu treten. Oder wie siehst du das?

Doch an diesem Wochenende ist etwas passiert, was mich zum Umdenken gebracht hat. Wir waren mit den Kindern in St. Peter Ording. Sind ja Ferien und da wir nicht wegfliegen sind Kurzurlaube angesagt. Also ab an die Nordsee, immerhin war da ein Event von Kabel Eins und zudem auch noch die Kite-Surf-Weltmeisterschaft. Na und da war natürlich Einiges los. Dieses Volk der Surfer, diese Sunnyboys und Mädels, das ist schon so ein ganz besonderer Schlag Mensch. Dieses irre Gefühl von Freiheit und die „das-Leben-kann-nicht-besser-sein“-Mentalität schwappt da sofort über – zumindest ist das so bei mir angekommen. Ob übernachten im Zelt oder im umgebauten Bulli – oder gleich direkt am Strand im Strandkorb – es ist einfach ein anderes Leben. Unkompliziert. Ohne Zwänge. Super neidisch schaue ich nicht nur auf deren Lebenseinstellung, sondern auch auf deren Kinder. Die rennen da im Neoprenanzug herum, haben die Haare wirr vom Kopf stehen und fühlen sich genauso frei wie ihre Eltern. Schau ich auf unsere Kids, dann sind das jetzt schon totale Nerds. Die verbringen ihre ganze Freizeit am liebsten vor dem Computer und sagen Mama und Papa “nein”, dann gehen die uns so lange auf die Nerven “ich weiß nicht was ich machen soll….” bis man denen den Laptop wieder anstellt. So war dann auch das Zelten ein völliger Reinfall. „Hier gibt’s ja gar kein Fernsehen“, so der Eine, „Wieso is´n hier kein WLAN“, so die Andere. Für die, die uns nicht kennen: unsere Patchworkfamilie besteht aus meinem Partner, mir (hahaha), meiner Tochter, 10, und dem Sohn meiner besseren Hälfte, 13. Also zurück zum Zelten: nach nur einer Nacht ging es total genervt wieder nach Hause.

Doch bei mir ist eines ganz fest hängen geblieben: wenn ich nicht endlich mein Leben in die Hand nehme und weiter nur meinen Träumen hinterher hänge, dann wird es sich bis zu meinem Tod nicht ändern und ich werde weiter neidisch auf die Anderen schauen.

Nein, das will ich nicht. Doch keine Angst. Ich werde jetzt bestimmt auch nicht der Hippie, der demnächst nur noch auf Surfevents zu finden ist oder sich nen Bulli kauft. Aber so ein bisschen mehr Zufriedenheit mit dem, was man hat und ein bißchen mehr Motivation um das zu erreichen, was man gerne haben möchte, das kann meinem Leben sicher nicht schaden. Und so nehme ich aus diesem Versuch zelten zu gehen nur das Positive mit. Frischer Wind, wenig Sonne aber sie war da, Cafe Latte im Strandkorb und das Gefühl von absoluter Freiheit…. I love it!

Ein Tag im Watt(en)meer…. einige Impressionen….

Erkenntnis des Tages: Heb´deinen Arsch vom Sofa hoch!!!

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