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1000 Fragen an dich selbst – #7

Muttertag – und endlich habe ich genug Ruhe und Zeit mich um die nächsten 20 Fragen der Aktion „1000 Fragen an dich selbst“ von Johanna´s Blog www.pink-e-pank.de zu kümmern. Ich hab es mir richtig gemütlich gemacht. Mein Arbeitszimmer aufgeräumt. Frische Blumen stehen neben dem Bildschirm. Draußen scheint die Sonne. Hach, was ein schöner Tag.

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe? Ja, früher noch viel häufiger als heute. Um als Selbständige zu wachsen musst du eben alles geben. Fast all meine Energie ging für den Aufbau meines Business drauf. Der Rest dann für meine Tochter, der ich als Alleinerziehende Mutter und manchmal eben auch Vater gleichzeitig sein muss. Da blieb nicht mehr viel Zeit für die Liebe. Doch ich habe Glück und einen Mann, der sich zurücknehmen kann ohne verletzt zu sein. Er hat mich immer unterstützt, macht er bis heute.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar? Dafür, dass sie das aus mir gemacht haben, was ich heute bin. Sie haben immer hinter mir gestanden. Damals, ich mich mit einer Einjährigen von meinem Mann getrennt habe und wieder bei ihnen einziehen musste. Damals, als ich mich selbständig machte und einen Babysitter brauchte. Damals, als ich vor lauter Schulden nicht wusste wohin. Immer waren sie für mich da und – auch wenn der Anlass eher traurig ist – bin ich sehr dankbar, dass ich jetzt immer für sie da sein kann.

123. Sagst du immer, was du denkst? Jaha, und manchmal kommt das gar nicht so gut an. Weder bei meinem Gegenüber noch bei mir selbst. Oftmals denke ich hinterher „Okay, das hättest du jetzt auch mal ein bisschen diplomatischer angehen können.“

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust? Ja. Ich habe ein TV-Gerät im Arbeitszimmer und das ist eigentlich immer an. Ich mag es, wenn im Hintergrund jemand labert. Andererseits – ich arbeite als Journalist – brauche ich diese Informationsflut auch beruflich. Oftmals läuft ein Nachrichtensender, damit ich immer schnell mitbekomme, was in der Welt passiert, um eben entsprechend schnell reagieren zu können.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden? Den Tod meiner besten Freundin Renate. Das ist jetzt schon über 20 Jahre her und ich kann es immer noch nicht verstehen. Wenn es einen Gott gibt, wieso musste er uns trennen, als unser Leben erst so richtig anfing? Täglich rede ich mir ihr und oft stelle ich mir vor, wie wir jetzt wohl wären? Ob wir zusammen Mama geworden wären, ob wir immer noch um die Häuser ziehen würden und ob wir immer noch im Spielmannszug wären

126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro? Ein meinen Anfängen der Selbständigkeit bin ich oftmals auf diese Frage gestoßen. Es lag die Entscheidung für Benzin, damit ich arbeiten kann, und etwas für meine Tochter. Letzteres hat meist gewonnen – bin dann mit dem Rad gefahren.

127. Verliebst du dich schnell? Mhm, jetzt nicht mehr so. Als junger Mensch war ich immer schnell von anderen Männern begeistert. Aber so richtig, richtig verliebt, war ich nicht oft.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst? Früher kreisten meine Gedanken im Bett fast ausschließlich um meine Firma. Ich hatte eine Zeitlang echte Existenzängste. Zum Glück habe ich mir das abgewöhnt und es mir zur Routine gemacht, immer an etwas schönes zu denken. Mal stelle ich mir einen Urlaub auf einer einsamen Insel vor, mal überlege ich, was ich tun würde, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste, mal male ich mir aus, wie wohl das nächste Kundengespräch läuft – jedoch ohne mir dabei Sorgen zu machen.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag? Fast hätte ich gesagt, der Montag. Montags erledige ich „Kleinkram“. Ablage machen, die Woche plane, an meiner Autorenkarriere basteln. Ich mag den Montag – wie wahrscheinlich ganz viele andere – nicht. Deshalb habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, ihn so stressfrei wie möglich zu gestalten. Das ist auch der Tag, an dem ich mir in den sozialen Netzwerken mal richtig Zeit lasse, kommentiere, diskutiere. Dennoch ist es eher der Sonntag, denn seit genau einem Jahr arbeite ich sonntags nicht mehr und mache den ganzen Tag wirklich nur worauf ich Lust habe. Und wenn die Wäsche eigentlich dran wäre, ich habe keine Lust habe, dann bleibt das verdammte Zeug einfach liegen. 

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen? Das ich es geschafft habe, trotz alleinerziehend zu sein, ein business aufzubauen. Das ich das Ganze geschafft habe, obwohl ich damals die Realschule abgebrochen habe. Das ich es geschafft habe, zwei Berufsausbildungen zu machen. Bin eben ein Spätzünder.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen? Ich würde tatsächlich gerne mal einen Tag mit Angela Merkel verbringen. Ich würde gerne hinter das Pokerface schauen und wissen wollen, ob sie sich 1. das alles so vorgestellt hat, als sie das erste Mal zur Kanzlerin gemacht wurde, und 2. was sie tun würde, wenn sich ihr nicht immer so viele Gegner in den Weg stellen würden.

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt? Ja, denke schon. Als Kind hat das Poster von Nino de Angelo jeden Abend einen Kuss von mir bekommen. Mein Gott, wie peinlich. Hoffentlich nimmt mir dieses Geständnis niemand krumm 😉

133. Was ist dein Traumberuf? Nach den ganzen Erfahrungen, die ich als Selbständige gemacht habe, würde ich meinem jüngeren Ich sagen „Werde Journalist!“. Die redaktionelle Arbeit, das Schreiben, das macht mir richtig viel Spaß. Das ist meine Welt. Und damit lebe ich meinen Traumjob.

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten? Nein, ich bin ein absoluter Perfektionist und bestrebt, immer alles alleine zu schaffen.

135. Was kannst du nicht wegwerfen? Dinge, an denen Erinnerungen hängen, wie beispielsweise meine Hochzeitsfotos, obwohl die Ehe gescheitert ist und ich nicht traurig darüber bin. Aber ich hab es einfach noch nicht geschafft, sie zu entsorgen. Sie liegen aber so, dass ich sie eigentlich nie sehe.

136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich? Facebook, Pinterest

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis? Eigentlich ja, denn was ist wirklich wichtig im Leben? Für mich ist es Zeit zu haben für Dinge, die ich gerne mache und das ist manchmal einfach nur chillen. In der Sonne. Mit einem guten Buch (okay, das ist nicht gratis).

138. Hast du schonmal etwas gestohlen? Ja. Ich gebe es zu. Ich habe als zwölfjährige mal bei Karstadt eine Packung Kaugummi mitgehen lassen und wurde prompt erwischt. Das war einer der peinlichsten Momente in meinem Leben.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast? Noch ein Geständnis: ich koche dann gar nicht, weil ich es nicht kann. Meine bessere Hälfte kocht sehr gut und ich glaube auch ganz gerne 😉 – ihm überlasse ich das gerne.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen? Eine Minute? OMG. Ich liebe Schuhe von Melvin & Hamilton. Da könnte ich blind einkaufen. Dann klappt es auch in einer Minute.

Puh, heute habe ich mit Abstand am längsten für die Beantwortung der Fragen gebraucht. Aber das liegt wohl eher daran, dass ich ständig die schönen Blumen im Blick habe, mein Leben gerade immer mehr aufgeräumt wird und ich mich sehr auf die Zukunft freue. Ich halte es wie mein Kalenderblatt:

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