1000 Fragen an dich selbst – #1

Ich war gerade zwei Wochen krank. So richtig. Erkältung, mit allem drum und dran. Anders als sonst bin ich wirklich mal im Bett geblieben. Als Selbständige kann ich mir das nicht oft leisten. Eigentlich nie. Doch nun war mein Akku wirklich leer. Es ging gar nichts mehr.

Zwischendurch hat man ja immer mal wieder helle Momente und beschäftigt sich mit dem Smartphone. Zumindest ist das bei mir der Fall gewesen. Da bin ich auf den tollen Blog der Johanna gestoßen. www.pink-e-pank.de. Das Design, der Inhalt, einfach alles hat hier gestimmt. Vor allem aber die Aktion „1000 Fragen an dich selbst“. Ich merke schon seit einiger Zeit, dass ich irgendwie etwas ändern muss. Nur ich weiß nicht was? Eigentlich habe ich ein traumhaftes Leben. Einen Job, der mir Spaß macht und mir viele Freiheiten lässt. Eine tolle Familie. Aber irgendwie fehlt etwas. Und um das herauszubekommen, finde ich, sollte man sich selbst kennen. Also lerne ich mich jetzt einmal kennen. In Form von 1000 Fragen an mich selbst. Ich bin gespannt, wer ich am Ende dieser Reise bin. Legen wir los:

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Oh, das beginnt ja gleich mit einer sehr schweren Frage. Ich war 2015 das erste Mal bei einem Footballspiel. Es war in Miami, es spielten die Miami Dolphins gegen die Houston Texans und seitdem bin ich mit dem Footballfieber infiziert.
  1. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit meinem Partner. Wir sind selten unterschiedlicher Meinung, denken oftmals das selbe und sprechen es zur selben Zeit aus. Das ist mir manchmal schon richtig unheimlich.
  2. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Auf meinen Job. Es kostet viel Zeit und Kraft den Laden am Laufen zu lassen. Das wird mir gerade jetzt nach der Krankheitszeit wieder bewusst. Wenn ich nicht arbeite, verdiene ich kein Geld. Nicht einen Cent. Im Gegenteil: krank sein kostet mich Geld. Das macht mir manchmal Sorgen.
  3. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Immer genau über die Witze, die richtig gut erzählt sind. Wenn ich dem Erzähler an den Lippen hänge, dann hat es mich gepackt und dann kann ich auch herzhaft lachen. Ansonsten lache ich lieber im Stillen – aber nicht im Keller 😉
  4. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Nein, überhaupt nicht. Kommt aber auch nicht wirklich häufig vor.
  5. Woraus besteht dein Frühstück? Mein Frühstück ist sowas von ungesund: eine Tasse Kaffee, zwei Zigaretten, ganz viel am Handy daddeln. Meist habe ich eine ganze Stunde Zeit für mich – und das genieße ich in vollen Zügen.
  6. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meiner Tochter auf die Stirn, weil die Mathearbeit gut gelaufen ist und sie sich tierisch darüber gefreut hat.
  7. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Ich tue mich schwer damit, Freundschaften aufrecht zu halten. Neue Menschen kennenlernen ist ein Kinderspiel für mich. Ich bin ein sehr offener Mensch, der gut auf andere zukommen kann. Leider kann ich Freundschaften einfach nicht aufrecht halten. Es fällt mir schwer mich regelmäßig zu melden. Oft habe ich nach Job und Familie auch keine Lust mehr, mich irgendwo mit jemandem zu treffen. Das liegt bestimmt daran, dass ich nicht so eine typische Frau bin. Also mich hauen Klamotten nicht so vom Hocker, dass ich stundenlang drüber reden könnte. Promis sind mir völlig schnuppe und ich trinke lieber ein Bier als Wein, Sekt oder Likörchen. Der eigentliche Grund aber ist wohl eher, dass ich mit 19 Jahren meine beste Freundin durch einen Autounfall verloren habe. Das habe ich nie verwunden. Es fällt mir schwer eine Beziehung zu jemandem aufzubauen. Aus Angst, denjenigen auch auf so schmerzhafte Art und Weise zu verlieren.
  8. Was machst du morgens als erstes? Auf den Knopf „Mein Kaffee“ drücken. Unsere Kaffeemaschine hat eine Zeitschaltuhr und ist morgens immer schon startklar, wenn ich in die Küche komme.
  9. Kannst du gut vorlesen? Ja, ich denke schon. Ich habe vor zwei Jahren vor 300 Frauen aus einem Buch gelesen, dass ich erst zwei Tage vor dem großen Auftritt bekommen habe. Viel Zeit zum Vorbereiten blieb da nicht. Aber die Damen waren alle mucksmäuschenstill und haben hinterher minutenlang applaudiert. Das war eine tolle Erfahrung.
  10. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Wie, den gibt es gar nicht?
  11. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Eine richtig teure Handtasche. Die ich dann wahrscheinlich ebenso wenig brauche, wie meine bisherigen Handtaschen. Weil eigentlich finde ich Handtaschen störend.
  12. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre gerne ausdauernder. Ich habe immer wieder neue Ideen und fange dann auch voller Leidenschaft an. Aber ebenso schnell ist diese Leidenschaft auch wieder weg. Sobald es schwierig wird, lasse ich das Projekt links liegen. Das ärgert mich maßlos. Aber irgendwie scheine ich „mein Ding“ noch nicht gefunden zu haben.
  13. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ich schaue gerne „Tote“ – so heißen bei uns die Reality-Mord-Serien. Von „Medical Detectivs“ bin ich total begeistert.
  14. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Das müsste 2016 gewesen sein. Da waren wir im Heide Park in Soltau. Garantiert in den Herbstferien, weil irgendwie sind wir da immer in den Herbstferien hingefahren und hatten den Park schon mal fast für uns ganz alleine – weil es aus allen Eimern geschüttet hat.
  15. Wie alt möchtest du gerne werden? Uralt und das in Ruhe, mit einem gesunden Körper und bei wachem Verstand. Vielleicht am Strand von Daytona Beach. Ja, das könnte mir gefallen.
  16. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? Unseren Familienurlaub in Florida. Zwei Wochen, ohne Koffer, aber dafür mit sehr vielen lustigen Momenten. Zum Beispiel als wir unsere fünf Klamotten in einem Waschsalon in Daytona Beach gewaschen haben und dabei Dosenbier aus der typisch amerikanischen braunen Tüte getrunken haben.
  17. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Ganz schlimm. Es zerreißt einem die Seele.
  18. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nö. Kathrin mit K und th find´ ich super.
  19. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin. Meine Tochter ist ein Wunschkind, absolut geplant. Aber als ich es dann blau auf weiß hatte, waren die Zweifel ob ich das kann, gaaaaanz groß.

Puh, gar nicht mal so einfach

P.S. Hier geht es im übrigen zum Ursprungspost – mit dem alles begann.

1 Kommentar

  1. Sehr spannend, die 1000 Fragen an mich selbst! Da möchte ich auch einsteigen! Kommt gleich auf meine tolle neue Aufgabenliste-App 😀

    .. denn heute möchte ich nicht damit anfangen, da möchte ihc lieber etwas mehr Zeit und mich nicht so “gehetzt” fühlen.

    Vielen Dank für den Tipp!!

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